Die Reformierte Kirchgemeinde Langenthal steht vor grossen Herausforderungen: Rückläufige Einnahmen aus Kirchensteuern, steigende Austrittszahlen und ein sanierungsbedürftiges Zwinglihaus im Norden der Stadt stellen den Kirchgemeinderat vor bedeutende Entscheidungen. Doch anstatt sich dem Wandel passiv hinzugeben, nimmt die Kirchgemeinde ihre Zukunft aktiv in die Hand. Mit einer Steuergruppe und einem breiten Beteiligungsprozess soll die beste Lösung gefunden werden.
Ein «Bäreggplatz», eine aufgewertete Burrigrube sowie ein zur Langsamverkehrsachse ausgebauter Schwingfestweg – die Pläne zur Entwicklung der Freiräume im Gebiet Hard nehmen Formen an. Der Gemeinderat hat das sogenannte «Nutzungs- und Entwicklungskonzept (NEK) Freiraum Hard» genehmigt und das Stadtbauamt damit beauftragt, die nächsten Schritte zur Umsetzung der ersten Bausteine einzuleiten.
Die reformierte Kirche Langenthal sieht sich mit abnehmenden Mitgliederzahlen und sinkenden Einnahmen aus Kirchensteuern konfrontiert. Ein nationaler Trend, der vielen zu denken gibt. In solch schwierigen Zeiten kommt ein städtischer Entwicklungsprozess wie jener im Gebiet Hard wie gerufen: Genau dort, wo die Stadt Langenthal einen planerischen Schwerpunkt gelegt hat, verfügt die Kirchgemeinde über unbebaute Landreserven und unterhält mit dem Zwinglihaus eine Kirche mit Begegnungszentrum.
«Ennet den Gleisen»: Wenn in Langenthal von den (Wohn-)Gebieten jenseits des Bahnhofs in Richtung Aarwangen die Rede ist, kommt ab und zu diese scherzhafte Bezeichnung zum Zug. Gemeint ist damit unter anderem das peripher gelegene Quartier Hard, das im städtischen Gesamtkontext seit jeher nicht gerade als das attraktivste Quartier von Langenthal gilt. Dabei haben die Gebiete im Hard sehr viel Entwicklungspotenzial. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird jetzt eine Mitwirkung angestossen.